Information am 15.12.2020

Liebe Mitglieder der Diabetes Selbsthilfegruppe Eichwalde

Das Ende des Jahres 2020 steht bevor. Es war ein außergewöhnliches Jahr in dem wir uns nicht oft treffen konnten. Auch jetzt in Dezember fällt das Treffen wieder aus und wie es 2021 weitergehen wird, ist noch ungewiss.
Das für November vorgesehene Thema "Die Rolle von Entzündungen bei Diabetes" bin ich ihnen noch schuldig geblieben. Es ist ein sehr wichtiges Thema, dass ich mit diesem Schreiben nur kurz ansprechen und dann 2021 ausführlicher behandeln werde.
Es ist die Adventszeit, die Zeit vor Weihnachten. Der Begriff Advent wird zu dem griechischen Begriff epipháneia, was Erscheinungbedeutet, zurückgeführt, und bedeutete im Römischen Reich Ankunft. (Quelle: Wikipedia)
Die Adventszeit war anfangs – möglicherweise ab der Mitte des 4. Jahrhunderts – eine Fastenzeit, die die Alte Kirche auf die Tage zwischen dem Martinstag (11. November) und dem ursprünglichen Termin, an dem die Geburt Jesu gefeiert wurde, am 6. Januar, festgelegt. Gefastet wurde zunächst an drei Tagen pro Woche, später an allen Tagen außer Samstag und Sonntag. Die vierwöchige Form mit Bezug auf Weihnachten, geht auf das 7. Jahrhundert zurück. Die Adventszeit galt wie die Fastenzeit vor Ostern seit dem Mittelalter bis in die Jetztzeit als "geschlossene Zeit", eine Zeit in der nicht getanzt und aufwändig gefeiert werden durfte. Seit 1917 wird das Adventsfasten nicht mehr vom katholischen Kirchenrecht verlangt.
Während die Weihnachtszeit heute einen stark kommerziellen Charakter hat und zu den umsatzstärksten Zeiten im Detailhandel gehört, vermittelt die eigentliche Botschaft von Advent und Weihnachten andere Werte: Anhalten, still werden, erwarten und sich auf ein besonderes Ereignis einstellen – auf Weihnachten.
Auch wenn wir heute noch nicht wirklich wissen, wie und vor allem mit wem wir den Heiligabend zelebrieren dürfen, das Weihnachtsfestessen wird es höchstwahrscheinlich geben. Lange schon freuen wir uns auf den Duft von Weihnachtsgewürze, in der Adventszeit locken überall süße Versuchungen undalt gewohnt, steht deftiges Essen an den Weihnachtstagen gerne auf dem Speiseplan.
Was, wenn wir das alles nicht mehr wirklich vertragen? Mit Hilfe einer ergänzenden basischen Ernährung können wir meistens Abhilfe schaffen. Die basische Ernährung verhindert eine Übersäuerung des Körpers und hilft bei einer bestehenden Übersäuerung, diese abzubauen. Wichtig dabei ist, dass man den Säure-Basen-Haushalt immer über 24 Stunden betrachtet. Wer sich also am Abend ein Festmahl gönnt, sich aber am vorherigen und am darauffolgenden Mittag ausschließlich von Gemüse ernährt, hält seinen Säure-Basen-Haushalt in einem ausgewogenen Gleichgewicht. In Maßen schlemmen ist durchaus erlaubt – solange für einen Ausgleich gesorgt ist.

Was hat Übersäuerung mit Entzündungen und Entzündungen mit Diabetes Typ 2 zu tun?

Eine erhöhte Neigung zu Entzündungen wird gefördert durch die Übersäuerung des Körpers. Die Übersäuerung des Körpers gilt als ein wichtiger Faktor in der Entstehung und Aufrechterhaltung von Entzündungen, besonders "stille Entzündungen", die für viele chronische Erkrankungen verantwortlich gemacht werden, u.a. auch Typ 2 Diabetes. Die Ernährung ist ein besonders wichtiger Faktor bei der Behandlung von Übersäuerung im Körper und bei der Hemmung von Entzündungen.
Wir wissen, dass schon Jahre bevor sich der Typ 2 Diabetes bemerkbar macht, wichtige Vermittler allgemeiner Entzündungsreaktionen vom Körper vermehrt gebildet werden. Diese Vermittler, auch Immunhormone genannt, wirken auf den Stoffwechsel und führen zur Ausbildung einer Insulinresistenz und eines metabolischen Syndroms im Vorfeld des Typ 2 Diabetes. Erhöhte Entzündungsmarker werden nicht nur vor dem Ausbruch einer Typ 2 Diabetes im Blut gefunden, auch nach dem Ausbruch sind sie vorhanden. Einige Experten sind der Meinung, dass die Behandlung der "stillen Entzündungen" im Körper für die Behandlung von Diabetes bedeutend sein kann.

Mehr zu diesem Thema 2021.

Ich wünsche allen eine schöne Adventszeit. Und wenn wir auch durch die jetzige Situation stark eingeschränkt sind, wünsche ich frohe und gesunde Festtage im Kreise Ihrer Lieben, soweit dies machbar ist. Bleiben Sie gesund und kommen Sie gut ins neue Jahr 2021.
Wenn Sie Fragen haben, wenn ich behilflich sein kann oder es Themen für 2021 gibt, an denen Sie besonders interessiert sind, geben Sie mir Bescheid. Ich bin unter 030 / 675 9860 oder 0176 62 67 45 96 zu erreichen. Meine Emailadresse ist hensse@t-online.de.

Seien Sie herzlich gegrüßt
Ihre Frau Dr. Sigrid Henße

Diabetes in Eichwalde

Leitung
Frau Dr. med. Sigrid Henße
Wilhelm-Busch-Straße 23
15732 Eichwalde
Tel.: 030/675-9860
mailto:hensse@t-online.de

Fördermitglieder
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